Kulturwelten von Naemi Reymann
2017 /16  /15  /14  /13  /12  /11  /10  /09  /08

Anatolian Metal VIKunstraum No.10 Fine Art Cologne & exponatecimai Workshop MedienkunstSottsass im Hetjens Museumstreffen Zollverein – frontlineMaillol & Denis museums plattform nrwAusstellung MOVEKunststoffmuseum TroisdorfCyrano de BergeracExtraschicht 2011Red Dot Awards 2011 Quergesponnen EssenESC DüsseldorfKurt Weidemann [kunstraumno.10]Wim Wenders Pina Bausch-Film DASA Szenografie-Kolloquium Lesikon Juli GudehusKulturhauptstädte 2011

24. –26. November 2011
»Anatolian Metal VI«
im Deutschen Bergmaumuseum Bochum (DBM)

Ausrichter des Internationalen Symposiums vom 24. - 26. November 2011 »Anatolian Metal VI« sind das DBM (initiiert durch Ünsal Yalçin) und das Generalkonsulat der Republik Türkei, Essen. Die Tagung ist Prof. Dr. Harald Hauptmann gewidmet, der zu den besten Kennern Anatoliens und seiner langen Kulturgeschichte gehört. Sein 75. Geburtstag in diesem Jahr ist ein geeigneter Anlass, ihn und seine Verdienste für die anatolische und vorderasiatische Archäologie zu würdigen. Gut zwei Dutzend archäologische Grabungsprojekte werden heutzutage in der Türkei unter deutscher Leitung durchgeführt sowie mehrere Verbundprojekte und Rettungsgrabungen in enger Zusammenarbeit mit deutschen Archäologen realisiert. Sowohl die Jahrhundertprojekte wie Hattusa, Troia, Pergamon, Milet, Priene, Didyma als auch die aktuellen Projekte wie Göbekli Tepe, Sirkeli Höyük, Oymaagaç oder Pompeiopolis werden vorgestellt. Zum Schluß der Tagung steht eine Podiumsdiskussion über die Zukunftsperspektiven in der Archäologie.

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20. November 2011
Kunstraum No. 10 Ausstellung »...von privat«
von Anatol und Beuys bis Uecker und Vostell

Die letzte Ausstellung der Mönchengladbacher Galerie »kunstraum no.10« im zehnten Jahr des Bestehens der Galerie von Andreas Beumers M.A. und Dr. Judith Dahmen-Beumers Arbeiten stellt eine Besonderheit dar. Gezeigt werden Einblicke in niederrheinische Privatsammlungen, u.a. in die Sammlung Helga und Karl Heinemann, die lange in Mönchengladbach beheimatet war. In der von Kunsthistoriker Dr. Christian Krausch kuratierten Ausstellung werden u.a. Arbeiten gezeigt von:

Anatol, Eric Andersen, Ashanti, Wolf von Beckerath, Miguel Berrocal, Joseph Beuys, Kurt Beyerlein, Karl Bobek, Heidi Bochnig, Nele Bode, Winfried Bodemer, Karl Böhmer, Victor Bonato, Newilla Bowdan, George Brecht, Marcel Broodthaers, Daniel Buren, Alan Charlton, Sandro Chia, Christo, Johannes Cladders, Hanne Darboven, Honore Daumier, Braco Dimitrijevic, Lyonel Feininger, Hartmut Frielinghaus, Rupprecht Geiger, Klaus Geldmacher, Werner Gilles, Jonas Hafner, Erwin Heerich, Hans Hollein, Jörg Immendorf, Jasper Johns, Ruth Kaiser, Ellen Katterbach, Edward Kienholz, Heiner Koch, Ferdinand Kriwet, Horst Lerche, Francesco Mariotti, Kenneth Martin, Henri Matisse, Rune Mields, Georg Neugebauer, Giulio Paolini, Giuseppe Penone, Pablo Picasso, Serge Poliakoff, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Ulrich Rückriem, Reiner Ruthenbeck, Salomé, Hermann Schmitz-Süchteln, Jan J. Schoonhoven, Chihiro Shimotani, Keith Sonnier, Klaus Staeck, Hans Thorner, Günther Uecker, Ben Vautier, Carolus Voigt, Wolf Vostell, Lawrence Weiner, Friedrich Werthmann u. Stefan Wewerka. Ausstellungsdauer: 6. November – 27. November 2011

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18. November 2011
Exponatec, Fine Art Cologne und Denkmal-Kolloquium
Ein- und Ausblicke in der Museumswelt

Zeitgleich zur »Fine Art Cologne« und der Museumsmesse »Exponatec« fand das Kolloquium »Denkmal-Doping Deutschland – Was erträgt das Denkmal?« statt, zu der die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Deutsche Burgenvereinigung e.V. und Europa Nostra geladen hatten. Im Vordergrund der Vorträge standen Themen wie Klimaschutz, Barrierefreiheit und Brandschutz. Die Fine Art Cologne bot sehr hochwertige Objekte, Gemälde und Zeichnungen Qualität auf hohem Niveau. Den Cologne Fine Art Preis 2011 erhielt Georg Ücker. Erstmalig fand die Cologne Fine Art – Arbeiten auf Papier
statt, ein neues Veranstaltungsformat, das sich einreiht in den Pariser Salon du Dessin, die Londoner Drawing Week und die IFDA Print Fair New York. Faszinierend fand ich bei Georg Hornemann die seltenen Wunderkammerobjekte aus der Sammlung Olbricht, die feine Szenografie am bei André Kirbach und die seltene Kunst aus Afrika und Ozeanien bei der Galerie Simonis (beide aus Düsseldorf).

Auch auf der Exponatec fanden sich einige interessante Entdeckungen und Wiedersehen, wie z.B. die Informationsgesellschaft, die lebensechten Figuren von HWW Mannequins, feine (Holz-)Modelle von Scopulus und sowie Digitale Archäologie Matthias Link. Am Stand von Ranger Design gab es zudem Einblicke in die Szenografie der demnächst in Karlsruhe gezeigten Kykladen-Ausstellung. Meine Beobachtungen: Das Thema umweltfreundliche Gestaltung scheint im Ausstellungswesen auch wie bei dieser Messe (immer) noch nicht so richtig angekommen zu sein und auch von der Organisation scheint zumindest bei der Exponatec noch einiges weiter optimierbar.

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15. November 2011
Konservierung und Überlieferung digitaler Kulturgüter
Workshop im imai über Medienkunst

Im Zentrum des vom Interneimai initierten Workshops standen konservatorische Prinzipien und Arbeitspraktiken zur Erhaltung computerbasierter Kunstwerke und zur Überlieferung von digitalen Kulturgütern. Ausgehend von ausgewählten konservatorischen Fallstudien zeigten die Historikerin Tabea Lurk (Bern) und der Programmierer Jürgen Enge (Karlsruhe) Fragestellungen und Lösungsansätze im Bereich der digitalen Konservierung: Zwischen klassischer Konservierung und digitaler Langzeitarchivierung.
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5. November 2011
Ettore Sottsass »Keramik« im Hetjens-Museum
Designer, Künstler, Architekt – Sonderschau im Deutschen Keramikmuseum

Der Name Ettore Sottsass (1917 – 2007) ist untrennbar mit italienischem Design verbunden. Das Hetjens Museum zeigt nun in einer Sonderausstellung bis zum 8. Januar 2012 ausgewählte Keramiken, es ist übrigens die erste umfassende Keramikschau von Sottsass. Der Designer und Künstler hat auffallend viele Keramiken geschaffen, die auch an Architekturen erinnern. Ein umfassendes Rahmenprogramm (u.a. eine Podiumsdiskussion am 1. 2.1.2012) begleitet die Sonderschau, dazu ist ein Katalog erschienen. Die Ausstellung entstand in enger Kooperation mit Barbara Radice Sottsass, der langjährigen Partnerin von Ettore Sottsass, und The Gallery Mourmans, Maastricht. Sottsass äußerte sich umfassend zu seinen Arbeiten und verfasste zeitlebens zahlreiche Aufsätze zur Gestaltung.
Auffallendstes Objekt der mit überwiegend einfarbigen Objekten ausgestatteten Ausstellung ist der 1969 entstandene »Altar« aus 223 gelben abgerundeten Keramikteilen, der Sottsass' große Hinwendung zum Hinduismus wiederspiegelt. Mir persönlich gefallen an farbige Platten erinnernden Objekte sehr und das den Ausstellungsparcours abschließende (in Originalhandschrift an die Wand gebrachte) Zitat: »I'm convinced that we, as designer and architect, have the task of designing things that attract happiness.«

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6. Oktober 2011
Steve Jobs
der Apple Gründer ist gestorben

»Form follows function« war ein wichtigstes Motto dieses kompromissloses Genie, das in jeglicher Hinsicht gegenüber sich selbst und seinen Mitarbeitern bis an die Grenzen ging und Apple zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt machte, das Motto von Steve Jobs, der nun seinem Krebsleiden erlag.

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30. September 2011
Museumstreffen
im Museum Kunstpalast inDüsseldorf

Das deutsche Museumsportal www.museum.de lud als Veranstalter erstmals
zum bundesweiten Museumstreffen ein. Zum Thema »Museum im Wandel« referierten Experten unterschiedlicher Disziplinen. Begleitend dazu gabe es eine Ausstellung von Anbietern aus dem Bereich Museumstechnik und kurze Gelegenheit für einen schnellen Blick in die aktuellen Kunstpalast-Ausstellungen »Weltklasse. Die Düsseldorfer Malerschule 1819-1918« (bis 22.01.2012) und »Samurai, Bühnenstars und schöne Frauen – Japanische Farbholzschnitte von Kunisada und Kuniyoshi« (bis 15.01.12). Neben Beat Wismer referierten Prof. Dr. Ulrich Großmann, Dr. Claus Deimel, Prof. Gerhard Kilger, Prof. Dr. Walter Smerling, Prof. Dr. Alfried Wieczorek, Dr. Ursula Zeller u.a. Initator Uwe Strauch präsentierte zudem das neue kostenfreie iphone-APP mit 5.000 Museen Deutschlands: museum. de im App Store

Neue Museumsapp >

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25. September 2011
Zehn Jahre Weltkulturerbe »Zollverein«
rund 30.000 Gäste kamen zum Zechenfest nach Essen

Ich staune, daß man doch immer wieder neue Dinge auf dem Gelände von Zollverein entdecken kann, auch wenn es sich in den Jahren stark verändert hat. Momentan gibt es wieder einige Bauzäune auf dem Parkgelände. Man darf gespannt sein, was weiter passiert, z.B. Umzug der Folkwang Universität der Künste ins Sanaa-Gebäude.
Für Neulinge: Eine gute Orientierung geben die großen interaktiven Monitore im Besucherzentrum, auf den großen Touch-Screen-Monitoren können über Karten, Bilder und Schlagworte die Orte des Ruhrgebiets erkundet werden. Eine Erkundung wert ist der Denkmalpfad, der ehemligen Übertageanlage. Wer auch das mit Hilfe von neuen Medien will, kann dies mit einem Mediaguide machen, einem tragbaren Touchscreen mit vier Bedientasten (und Audio, text, Film- und Bildbeiträgen). Wer lieber analog staunen will, dem empfehle ich die Fahrt auf der orangen Rolltreppe zum konservierten Blitz, dem Wollnashorn und dem großen Eisenmeteriten ins Ruhrmuseum! Ab 24. Oktober 2011 wird dort auch »Von A bis Z. Die Fotografische Sammlung des Ruhr Museums« zu sehen sein.

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23. September 2011
Ausstellung »frontline – Die Macht der Bilder«
im NRW-Forum Düsseldorf

Die Ausstellung stellt sich der Frage, ob Bilder Kriege und Krisen beenden und die Weltöffentlichkeit aufrütteln können. Rund 200 Arbeiten von neun Fotografen der berühmten Fotoagentur Magnum sind bis zum 8. Januar 2012 im im NRW Forum Düsseldorf zu sehen.

Eines der bekanntesten Bilder von Robert Capa ist dabei: »Loyalistischer Soldat im Moment des Todes«, entstanden 1936 im spanischen Bürgerkrieg, ebenso Arbeiten von George Rodger, Henri Cartier-Bresson und David Seymour. Der zweite Ausstellungsbereich richtet den Blick auf heutige Zeiten, beispielsweise die der »Arabellion« mit Bildern von fünf jungen Magnum Fotografen: Thomas Dworzak, Dominic Nahr, Moises Saman, Peter van Agtmael und Alex Majoli. Dazwischen Aussprüche von Susan Sontag, jenny Holzer und anderen. Interessant war die Paneldiskussion (u.a. mit Dominic Nahr) zur Eröffnung und dabei aufkommende Themen, z.B. Wann werden Bilder zu Ikonen, die Wichtigkeit der Bildunterschrift, wann werden Bilder unspezifisch, was ist authentische Fotografie,... Blog zur Ausstellung

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18. September 2011
Ausstellung »Aristide Maillol & Maurice Denis«
über eine Künstlerfreundschaft im Clemens-Sels Museum Neuss

Zum 150. Geburtstag des südfranzösischen Bildhauers widmet das Clemens Sels Museum Neuss eine besondere Ausstellung: Die Gegenüberstellung der Künstlerfreundschaft zwischen Aristide Maillol (1861 – 1944) und Maurice Denis (1870 – 1943), die beide zur Zeit ihrer Freundschaft auf dem Höhepunkt ihrer Karrieren waren und vom Typ her sehr gegensätzlich waren.

Der in Banyuls geboren Maillol galt in der ersten Hälfte des 20. Jh. als der bedeutendste Bildhauer Frankreichs, bekannt wurde er durch Skulpturen wie die Méditerranée, die Pomona (sonst im Museum Ostwall Dortmund) und den Radfahrer. Denis wiederum war Maler ( »Der frühling im Wald«, »flasset die Kindlein zu mir kommen« u.a.) und Theoretiker der Künstlergruppe Nabis.

Aus dem Festvortrag zur Vernissage »Zauber der einfachen Formen – Aristide Maillol zum 150. Geburtstag« durch die Expertin Dr. Ursel Berger vom Georg Kolbe Museum Berlin bleiben mir interessante Aspekte zu Maillol in Erinnerung:
Maillol, der Kunst studiert hatte, war Autodidakt in der Bildhauerei, weswegen auch schon mal Arme von den Arbeiten im Entstehungsprozess abfielen. Maillols Vater war Tuchhändler, Weinbauer, Fischer, Seemann und Schmuggler, und wenn man die Küste bei Banyuls vor der spanischen Grenze kennt, kann man diese Kombination von Tätigkeiten sehr gut nachvollziehen. Maillol lebte als Maler in den ersten 20 Jahren in Armut. Sein wichtigster Förder war Harry Graf Kessler, der ihn beinflusste, begleitete und beauftragte, auch wenn Maillol die Arbeit nicht immer leicht von der Hand ging. An der Figur des »Radfahrers« muß er sich regelrecht über einen längeren Zeitraum »abgearbeitet« haben, auch da die ihm die Frauenskulpturen offensichtlich wesentlich leichter fielen. Aber auch da wurde ihm die Arbeit manchmal erschwert: Anfangs war es schwierig (für ihn), Aktmodelle zu finden, später war seine Frau Clotilde (die er immer wieder darstellte) stark eifersüchtig auf schlankere Modelle.
Die für mich immer noch schönste seiner Arbeiten, die er selbst als sein »bestes Werk« bezeichnet ist für mich immer noch »La Meditérannée« (das Mittelmeer). In der Neusser Ausstellung ist sie als Tonmodell zu sehen. Der aus meiner Sich für mich schönste Standort der Bronze ist allerdings nicht im Museum, sondern im ruhigen und schönen Hof des Standesamts von Perpignan beim Place de la Loge in Südfrankreich.

Zu sehen sind in sechs Ausstellungsbereichen in Neuss Gemälde, Skulpturen, Handzeichnungen, Skizzenbücher, Schriften und gemeinsame Projekte – bis zum 8. Januar 2012. Parallel zeigt das Lehmbruck Museum Duisburg Werke von Maillol und Denis mit ihrem künstlerischen Umfeld, bis zum 22.01.2012.

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31. August 2011
museums plattform nrw
ein virtuelles Museum der Moderne in NRW

516 Werke, 334 Künstler, 18 Museen, 13 Orte befinden sich auf einer Internetplatform, die sich als Museum im Netz präsentiert. In vier Bereichen (aufbereitet nach Künstlern, Museen, Orte und Themen) kann die Vielfalt musealer Bestände aus der Zeit der Moderne (Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts) bis heute betrachtet werden. die Die museums plattform nrw wird betrieben durch das NRW KULTURsekretariat Wuppertal mit der Unterstützung durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW und in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Museen.
Die virtuelle Seite bietet Zugang auf verschiedenen Ebenen: Das »virtuelle museum moderne nrw« als Schausammlung, die »plattform suche« für systematische Recherchen (beispielsweise für Kuratoren) und die Ebene »service und planung« bietet praktische Hilfestellungen für die Vorbereitung des Museumsbesuchs (interessant für Kunstreisende, Lehrer u.a.). Eines kann und will die virtuelle Sammlung allerdings nicht: Den Kontakt mit einem Kunstwerk vis-à-vis ersetzten!

Die Werke folgender Museen werden gezeigt
Museum Ostwall im Dortmunder U, Dortmund
Kunstmuseum Bochum
> Kunstsammlungen der Ruhr-Universität (RUB):
Campusmuseum und Situation Kunst (für Max Imdahl), Bochum
Kunstmuseum Gelsenkirchen
Museum Folkwang, Essen
Deutsches Plakat Museum, Essen
> Ludwig Galerie Schloss Oberhausen
> Lehmbruck Museum, Duisburg
imai - inter media art institute, Düsseldorf
> Kunstsammlungen Nordrhein-Westfalen K20 und K21, Düsseldorf
> Clemens-Sels-Museum, Neuss
> Museum Abteiberg, Mönchengladbach
Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen
> LVR-LandesMuseum Bonn

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25. Juli 2011
MOVE – Kunst und Tanz seit den 60ern
Ausstellung im K20 am Grabbeplatz bringt Besucher in Bewegung

Neugierig wurde ich bereits, als Direktorin Marion Ackermann ihre Planungen Anfang des Jahres beim DASA-Szenographiekollquium vorstellte...

Die am 19. Juli eröffnete Ausstellung MOVE – Kunst und Tanz seit den 60ern zeigt erstmals einen Überblick über die historische und aktuelle Beziehung zwischen bildender Kunst, Tanz, Bewegung und Choreographie seit den frühen 1960er Jahren. Zu sehen sind Skulpturen und Installationen von Künstlern, Tänzern und Choreographen, die allesamt auf verschiedene Art und Weise die Bewegungen der Ausstellungsbesucher beeinflussen. Einige Arbeiten werden während der Ausstellung durch Tänzer »aktiviert«, andere fordern die Besucher zum Mitgestalten oder Ausprobieren auf oder man wird unabsichtlich Teil der Inszenierung (wo, wird nicht verraten).

Gezeigt werden Arbeiten von Janine Antoni, Pablo Bronstein, Trisha Brown (einige kennen die Arbeit noch, das Seilenetz, das auch auf der letzten Documenta gezeigt wurde), Boris Charmatz, Lygia Clark, , Simone Forti, Dan Graham, Christian Jankowski, Isaac Julien, Mike Kelley (Test Room Containing Multiple Stimuli Known to Elicit Curiosity And Manipulatory Responses, das von einem Versuchsaufbau aus der Primatenforschung beeinflusst wurde), Maria La Ribot, Xavier Le Roy & Mårten Spångberg, Robert Morris, Bruce Nauman, João Penalva, Tino Sehgal, Franz Erhard Walther und Franz West. Mich persönlich herausgefordert hat die Installation »The fact of matter« von William Forsythe, bei der man sich durch freihängende Turnringe hangeln kann (bringt Spaß und eventuell etwas Muskelkater :-).

Ausgewählte Werke der eigenen Düsseldorfer Sammlung ergänzen die Ausstellung (Carl Andre, Robert Morris, Jackson Pollock u.a.). MOVE wurde kuratiert von der Chefkuratorin der Hayward Gallery in London, Stephanie Rosenthal.

Des weiteren gibt es die Möglichkeit, sich in einem interaktiven Archiv 170 Aufnahmen zum Thema Kunst und Tanz anzuschauen. Interessanterweise schalteten bei meinem Besuch viele auf Happenings mit bemalten Nackten von Yves Klein, ich fand mit etwas Scrollen den »I Love America«-Tanz des legendären Stuntmans Evil Knievel ....

Die Ausstellung geht noch bis zum 25. September 2011. Die Kunstsammlung NRW feiert übrigens Anfang September ihren 50. Geburtstag!

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25. Juli 2011
Das Kunststoffmuseum in Troisdorf
Die Wiege der NRW-Kunststoffindustrie

Erstaunlich, wie viele Alltagsgegenstände hier ihren Ursprung haben: Der erste PVC-Bodenbelag, das erste Kunststoff-Fensterprofil, Schleifscheiben, Schlafmatten, Schuheinlagen, Kanaldichtungen, Reisekoffer, Kämme, Opas Brille, Telefonhüllen, Kegelkugel – bis zu Bespannung von Tennisschlägern! Solche und viele andere (frühere) Weltneuheiten befinden sich im kleinen und feinen Kunststoffmuseum in Troisdorf.

Von Industriedesigner Rolf Bender initiiert gab es nun für eine kleine Gruppe die Gelegenheit zum Besuch mit Führung (durch Rainer Hardtke) an der »Wiege der NRW-Kunststoffindustrie«. Die Basis für das Kunststoffmuseum entstand durch die Sammlung eines Mitarbeiters: Der heute 88-jährigen Diplom-Chemiker Herbert Laubenberger sammelte während seiner Tätigkeit bei Dynamit Nobel Produktbeispiele, beispielsweise um Entwicklungsreihen und die Produktvielfalt der erfundenen Werkstoffe zu dokumentieren. Weitere Objekte und Sammlungsstücke von Kollegen kamen hinzu und werden heute geschützt und betreut durch einen Förderverein.

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23. Juli 2011
Armin Rhode als »Cyrano de Bergerac«
Katharina Thalbach inszeniert rasant im Schauspielhaus Bochum

Ohh , diese Nase! Ja, sie ist wirklich lang! Kurz vor Ende der Spielzeit habe ich es doch noch ins Bochumer Schauspielhaus geschafft, in den ausverkauften »Cyrano de Bergerac« von Edmond Rostand. Die Produktion ist toll inszeniert von Katharina Thalbach in Zusammenarbeit mit der Folkwang Universität der Künste. Das Stück tritt in die Fußstapfen der bekannten Filminszenierung von Jean-Paul Rappeneau aus dem Jahr 1990 (mit Gérard Depardieu und Szenen aus dem Kloster von Fontenay). Diese und zahlreiche weitere Inszenierungen sind in übrigens in einem französischen virtuellen Cyrano-Museum gelistet. :-)

Armin Rohde (für mich seit »Kleine-Haie« auf ewig »Bierchen«) mit seinen Gascogner Kadetten auf den Spuren nach seiner großen Liebe Roxane, die sich tragischerweise in den gutaussehenden, aber nur bedingt wortgewandten Christian de Neuvillette verliebt hat. In Zeiten von Blendern und Ghostwritern ist das Stück um den Verseschmied aktueller denn je. Gespielt wird großes Theater, inklusive Gala mit rotem Teppich, rasanten Fechtszenen, kurioser Mondfahrt, Tanzeinlagen, Msuik von Police und geschliffenen Texten. Im Gegensatz zum Historienfilm wo sämtliche Dialoge in Alexandrinern gesprochen wurde mit einem Sprung in die heutige Zeit der Wortgefechte: Rap. Auch das Bühnenbild überzeugt (bis auf den schlecht ausgeglichenen Schriftzug »Paris 1640«, ein kleines Detail in einer sonst tollen Inszenierung). Auch in der nächsten Spielzeit wird Kathrina Thalbachs »Cyrano« gespielt.

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9. Juli 2011
Extraschicht 2011, die »Nacht der Industriekultur« im Ruhrgebiet
Niebuhrg und BernePark als neue Spielstätten der »Nacht der Industriekultur«

Erster Anlaufpunkt war das Theater an der Niebuhrg in Oberhausen. Die »Niebuhrg«, ehemals Zeche »Concordia«, feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Auf dem Gelände liegt der Schwerpunkt auf Show-, Musical- und Theaterprogramm, der Name rührt vom Straßennamen sowie vom etwas burgähnlichen Aussehen der verklinkerten Zechengebäude (mit kleinen Zinnen und Erkern). Neben einer 80er Jahre Show gab es viel Laser und Licht, ein Wiedersehen mit drei Schachtzeichen (im Gebäude!) und eine amüsante Improshow des Niebuhrgensembles mit Theatersport.

Immer der Nase nach (nebenan die »Köttelbecke«): der neue Spielort Berne Park in Bottrop. 40 Jahre lang wurden in der Kläranlage Abwässer geklärt, nun sind Becken und Maschinenhaus stillgelegt und umgenutzt: das erste kreisrunde Becken besitzt eine Brücke zu einer Insel im Wasser (das Feuertanztheater firedancer inszenierte eine Klanginstallation mit mystischen Klängen und Texten).

Permanent leuchten an den Aussenrändern der Becken LED-Leuchten im Rahmen einer Lichtinstallation des deutschen Künstlers Mischa Kuball. Die zweite Lichtkunst befindet sich am Maschinenhaus: Der amerikanische Concept-Art Pionier Lawrence Weiner brachte dort den Leuchtschriftzug Catch as catch can, der an eine Neonreklame der 50er erinnerte. Diesen Spruch musste man wörtlich nehmen, aufgrund langer Warteschlangen bestand kaum eine Chance, die allseits gepriesene »hochkarätige Gastronomie« des ehemaligen Betriebspavillons kennenzulernen. So stillte letztendlich eine »kleine Bottroper Schlemmerplatte« (Currywurst mit Brötchen) den Hunger, begleitet vom unvermeidlichen Kanalaroma. Ich hoffe, daß die Bewohner des Viertels den Kanal schon nicht mehr wahrnehmen und finde heftig, daß man Menschen das Wohnen und Leben mit diesem Geruch selbstverständlich seit vielen Jahren zumutet! Denn irgendwer hat das Wohnen in früheren Zeiten bewusst dort geplant – und wohnt sicherlich woanders! Auch wenn es viele Bestrebungen gibt, die Emscher »von Grau zu Blau« zu bekommen, auf meine Nase wirkte es zumindest an der Kanal-Stelle noch braun-grau auf mich...

Bunt dagegen Stelzengänger und kostümierte Walk Acts, letztere führten die Besucher über das Gelände, so auch zum zweiten Becken des BerneParks, wo im Rahmen der EMSCHERKUNST.2010 als permanente Installation das Theater der Pflanzen von Piet Oudolf und GROSS.MAX angelegt wurde. Am oberen Rand leuchteten geheimnisvoll Kanalröhren, die als Ein-Raum-Hotelkabinen genutzt werden. Wenn einem der Geruch »schnuppe« ist, kann im Parkhotel übernachten – beispielsweise bei einer Radwandertour. Wenn der Wind richtig steht setzen die Gräser und Blumen der Garteninstallation optisch und olfaktorisch neue Akzente.

An diesem Abend stand aber das Feuer im Rund der versunkenen Gärten im Mittelpunkt: Die firedancer mit einer aufwendige Feuer-Akrobatik und Trommelshow mit Pyroeffekten. Pyrospektakel sind gerade stark in Mode, aber ein Feuerwerk ist eigentlich immer noch der besondere Abschluß für ein Fest. Von daher ging es weiter nach Bochum zur Jahrhunderthalle. Dort fand das das finale Trommel- und Feuerwerk der Extraschicht statt. Gut zu sehen vom Westparks aus mit Blick auf die markant beleuchtete Jahrhunderthalle. Glück Auf! und bis zur nächsten Extraschicht!

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4. Juli 2011
Red dot awards production design 2011 auf Zollverein
Roter Teppich vor dem Designmuseum Zollverein und jede Menge rote Punkte

Ich fand die red dot award product design-Preisverleihung aufschlussreich und interessant:
Gefreut habe ich mich über die zwei »red dots«, die das Büro Paulussen Design & Consulting aus Düsseldorf für Combino Bernmobil und Variotram BYBANEN erhielt. Die Innenraumdesignerin (Farben, Muster u.a.) der Bergener Bahn ist übrigens Bente Irminger von fuggibaggi design. Bewundert habe ich Alvar Aaltos faszinierende Architektur im Aalto-Theater, wo die wichtigsten Preise im Rahmen einer großen Gala auf der Bühne übergeben wurden.

Gestaunt habe ich über das intelligent ausgeklügelte und gut laufende Geschäftskonzept des »Red Dot« (und tue es immer noch). Gelauscht habe ich den Klängen des österreichischen Starcellisten Friedrich Kleinhaupl. Gewundert habe ich mich darüber, daß mindestens 120 Mal Fotoblitzlicht aus dem Zuschauerraum aufleuchtete bei der Aufführung des »Boléro« (aus Carmen/Boléro durch das Aalto Ballett Theater Essen (ABTE) unter Leitung des belgischen Ballettdirektors Ben Van Cauwenbergh). Ich hätte gedacht, daß mehr von den 1.200 Vertretern aus Design, Medien, Wirtschaft und Politik Respekt vor den Leistungen anderer kreativer Disziplinen aufweisen würden! Das Ensemble bekam kaum Zeit für Verbeugung und Applaus als bereits der Vorhang zurauschte und der leuchtend weiß gekleidete Zeremonienmeister Zec die nächsten Preisträger ansagte. Schwere Zeiten für Hochkultur – im eigenen Haus »Showact einer Show« zu sein. Gestaunt habe ich im Busshuttle, daß so wenig Designkollegen aus Deutschland realisierten, daß Essen und das Ruhrgebiet 2010 ein Jahr lang Kulturhauptstadt Europas waren. Kommentar eines Berliner Gestalters dazu »keine Zeit«.

Gefeiert wurde im Designmuseum, dem Ort, wo spannungsreich Produktwelten aufeinandertreffen: Alte große Maschinen mit Patina neben neuen glänzenden High-Tech-Objekten. In diesem Jahr wurde Grohe »Designteam des Jahres 2011« und für mich schloß sich der Bogen zu benachbarten Badewelten auf Zollverein: Dem Werksschwimmbad der Frankfurter Künstler Dirk Paschke und Daniel Milohnic an der Kokerei und der einige Monate zurückliegenden Folkwang-Präsentation über Badkultur & Nachhaltigkeit in der Zollverein-School nebenan. Bis Ende Juli wird Design on stage – winners red dot award: product design 2011 noch präsentiert.

Gefuttert haben die Gäste ihre Häppchen übrigens mangels Sitzgelegenheiten auf zahlreichen Designexponaten (Stühlen, Sofas, Wannen) und deren Podesten. Das passte irgendwie zum »einflussreichsten Designpreis der Welt« und der Sonderpräsentation »Another Day by Design«: Designer im Designmuseum, sitzend auf Designermöbeln, Designspeisen futternd, mit Designerkameras fotografierend Designpreise feiernd...

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6. Mai 2011
Ausstellung Starke Orte »Quergesponnen« in Essen Kettwig
Künstlernetzwerke stellen in den Scheidt´schen Hallen aus

Sehenswert ist »Quergesponnen«, es ist die zweite Ausstellung in Zusammenhang mit dem Netzwerk der Künstlerbünde Starke Orte. Der Bundesverband Bildender Künstler Westfalen (BBK) veranstaltet die Ausstellung in den Scheidt’schen Hallen in Essen-Kettwig, einer alten Kammgarnspinnerei. Hörenswert zur Eröffnung fand ich die Rede von Karl-Ulrich Peisker (Vorstand BBK-Landesverband NRW). Sehenswert sind die Arbeiten der Künstler von Bochumer Künstlerbund, Dortmunder Gruppe, Duktus, Kunstverein Gelsenkirchen, Herner Künstlerbund, VBK Berlin, Westfälischer Künstlerbund Dortmund, Reflex, Wittener Künstlerbund, sowie der Ort als solcher: Der Dachboden der 1974 geschlossenen Kammgarn- und Streichgarnspinnere, deren Spuren der Arbeit bis in das 17. Jahrhundert reichen...

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4. Mai 2011
»Leuchtturmprojekt Dreischeibenhaus zum ESC«
Düsseldorf befindet sich im Auftakt zum Eurovision Song Contest...

++ Der Rheinturm, die größte Digitaluhr der Welt, bot bereits am 26. März zur »Earth-Hour 2011« ein Bild, das um die Welt geht. ++ Wenige Wochen später setzt die Rheinmetropole einen neuen Maßstab für Mega-Events: Die Landeshauptstadt ist Gastgeberin des ersten klimaneutralen und umweltfreundlichen »Eurovision Song Contest« der Welt. ++ Catering, Blumen sowie der Großteil der Merchandising-Artikel entsprechen Bio und Fairtrade-Ansprüchen. ++ Sämtliche Werbemedien, darunter ein Megaposter am Flughafen wie auch Werbefahnen an sechs Kilometern Bauzäunen werden komplett recycelt. ++ Der durch die Großveranstaltung entstehende CO2-Wert wird ausgeglichen durch ein Baumpflanzprojekt in Düsseldorfs chinesischer Partnerstadt Chongqing. ++ Düsseldorf ist für eine besondere Auszeichnung im Rahmen des »Internationalen Jahres der Wälder« nominiert. ++ Die bekannteste leerstehende Immobilie der Stadt, das Dreischeibenhaus am Gustaf-Gründgens-Platz erhält eine neue Nutzung: Gestern wurde der erste Spatentisch für den mit 6.300 Quadratmetern größten vertikalen Garten der Welt gesetzt. ++ In Anlehnung an das Motto des Eurovision-Song Contest »Feel your heart beat!« wird an einer Wandfläche mit Pflanzen ein Herz gestaltet. ++ Die UNESCO bescheinigt bereits jetzt dem Projekt das Potenzial eines »magischen Ortes«. ++ Das umgestaltete Dreischeibenhaus wird im März 2012 auf der weltgrößten Immobilienmesse MIPIM in Cannes mit einer Sondershow präsentiert. ++ »Das ist eine gewaltige Chance, unseren Bekanntheitsgrad international weiter zu steigern«, gibt CDU-Oberbürgermeister Dirk Elbers zu Protokoll.++

Leider entspricht nur der letzte Satz dieses fiktiven Tickers der Realität. Die weltweite UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung trägt in diesem Jahr übrigens das Motto »Stadt« – mit der Fragestellung: Wie entwickeln sich unsere Städte nachhaltig, also gleichzeitig umweltverträglich, gerecht und wirtschaftlich ausgewogen? Eine vertikale grüne Wand wäre städtebaulich ein besonderes Markenzeichen, sie stellte sicher eine besondere Herausforderung in Bezug auf Denkmalschutz, brächte aber Deutschland mehr als zwölf Punkte!

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30. März 2011
Ikone Kurt Weidemann
Der Typograph, Gestalter, Professor und Berater ist gestorben

Er hat große Marken überarbeitet und gestaltet, für z.B. Daimler Benz. Porsche, co op, Zeiss, Deutsche Bahn. Die Marke Weidemann selbst: Ein Charakter mit Flasche Bier, Hut, knallroten Schuhen, Lupenanhänger und vor allem klaren, ehrlichen und oft provozierenden Bemerkungen. Prof Kurt Weidemann starb am Mittwoch, den 30. März, im elsässischen Sélestat. Fontblog über den Typographen, Gestalter, Professor und Berater. Zehn Thesen zur Typographie von Kurt Weidemann.

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4. März 2011
»pina – tanzt, tanzt sonst sind wir verloren« Wim Wenders-Film
Ein abendfüllender Tanzfilm in 3D als Verneigung vor Pina Bausch

Es war immer schon Wim Wenders Wunsch gewesen, einen Film über Pina Bausch und ihr Wuppertaler Tanztheater zu schaffen. Am liebsten in den Möglichkeiten der 3D-Technologie, um die besondere Plastizität und besondere Ausdrucksskraft von Pinas Tanzsprache zu zeigen. Technisch war die Zeit noch nicht so weit – und als Pina Bausch im Sommer 2009 überrraschend starb, stand erst eine Zeit der Verarbeitung des Verlustes und dann die Neukonzeption des bereits begonnenen gemeinsam geplanten Films an.

Im Frühjahr 2010 tanzten Ensemblemitglieder persönliche Tanzsequenzen, wurden ihre Erinnerungen aufgenommen und kombiniert mit Aufnahmen und Choreographien, die Pina Bausch aus ihren mehr als 36 Jahren Tanztheaterarbeit ausgesucht hatte: »Café Müller«, »Le Sacre du printemps«, »Vollmond« und Kontakthof«. Wenn man sich an die 3D-Optik gewöhnt hat, ist dieser Film sehr eindrucksvoll: Die Intensität des Tanzes, aber auch die Tanzszenen im offenen Raum. In und unter der Wuppertaler Schwebebahn, vor der Müngstener Brücke und an besonderen Orten des Ruhrgebiets: Auf dem Dach der Zollverein School, der Halde Haniel, vor der Kokerei Zollverein... Der Film wurde außer Konkurrenz auf der Berlinale 2011 präsentiert und läuft nun in vielen guten Kinos. > www.pina-film.de

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30. Januar 2011
Jubiläum 10 Jahre [kunstraumno.10] in Mönchengladbach
66 Ausstellungen mit über 50 verschiedenen Künstlern

Der Beginn war am 14.1.2001 mit der Ausstellung »Schiefe Geometrien - dem Quadrat von Kasimir Malewitsch gewidmet« des durch seine Ausstellung im Museum Abteiberg bekannten Künstlers Hannes Forster. Zum Jubiläum am 30. Januar 2011 lud der [kunstraumno.10] alle Künstler der letzten zehn Jahre zu einer gemeinsamen Gruppen-Ausstellung ein, in der künstlerisch be- und verarbeitete Einladungskarten des [kunstraumno.10] im Vordergrund stehen.
Es erscheint ein Katalog. Ausstellung bis 20.2.> http://raum-fuer-kunst.de/

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26. – 28. Januar 2011
»Szenografie in Ausstellungen und Museen – Bewegte Räume«
Same procedure as every year:

Teilnahme am Szenografie-Kolloquium der DASA (Deutsche Arbeitsschutzausstellung) in Dortmund. Das 2011-Thema wird in gewohnter guter Qualität aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Es geht um Gerüche, Emotionalisierung, Wurmlöcher, Gravitationswellen, Einsteins Relativitätstheorie, Schwarm-Kinetik (und deren Einsatz im Film), Tanztheater und die Inszenierung des Globalen. »Mein« Workshop diskutierte darüber, wie Gestalter und Museum zusammenfinden. Erstmalig gab es Knowledge-Cafés. Weitere Beiträge: Faszinierend Reinhild Hoffmann, erschreckend die Visionen des DFB-Fußballmuseums, überzeugend Film ausstellen (Deutsche Kinematek), interessant die dynamische Bühnentechnik in Trier und die Wegeführung im Neuen Museum Berlin, phantasievoll verspielt Duncan MacCauley im Fürst Pückler Park... To be continued...

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20. Januar 2011
Das »Lesikon« der Juli Gudehus auf den Kölner»Passagen« 2011
Alte und neue Orte mit Schwerpunkt auf Ehrenfeld

Passagen 2011: Jonathan Haehns aufblasbarer Cocon in der Jack in the Box-Halle, Absolventen der ecosign Akademie präsentieren nachhaltiges Design, im DQE lockt ein finnisches Dampfbad mit Musikaufgüssen – kulinarisch von Ehrenfeld, was isst du? unterstützt. Die »Designers Fair« ist an ihren neuen Standort im Barthonia Forum umgezogen. Die aus meiner Sicht beeindruckendste Präsentation fand in der Buchhandlung Schaden mit der Präsentation des »Lesikons« statt: Die in Berlin lebende Gestalterin Juli Gudehus schuf in neun Jahren zusammen mit 627 Menschen ein irrwitziges Buchwerk. Auf 3.000 Seiten tummeln sich Definitionen zur Designgeschichte, geordnet in assoziativer Reihenfolge – von »vorab« bis »p.s.«. Ich schaue immer wieder in mein Exemplar hinein und werde laut Autorin bei einem durchschnittlichem Lesetempo insgesamt 280 Stunden Lesezeit brauchen...
»Das Lesikon der visuellen Kommunikation – eine Collage« von Juli Gudehus, Herrmann Schmidt Verlag Mainz 2010

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1. Januar 2011
Kulturhauptstädte 2011
Essen und das Ruhrgebiet, Pécs und Istanbul haben den Staffelstab übergeben

Aktuelle Kulturhauptstädte sind Turku in Finnland und Tallinn in Estland. Turku setzt stark auf Musik, richtet es seit 40 Jahren auch das »Ruisrock«-Festival aus, zudem gibt es für Cineasten das »Rooftop-Festival«. Estlands Hauptstadt richtet neben Jazzkonzerten, Ballettaufführungen und Photoausstellungen auch eine Jugendmodewoche aus und die »Meisterschaft der Feuerskulpturen«.

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