Kulturwelten von Naemi Reymann
2017 /16  /15  /14  /13  /12  /11  /10  /09  /08

Andreas GurskyRay EamesBig PictureMeisterschüler im KITCloud AtlasJazzkantineMagie von Licht und SchattenGebrüder GrimmPina Bausch IphigenieGillian WearingPaul KleeDortmund Tatort & Jörg Hartmann1. Kulturkonferenz RuhrKunstpunkteMark Lombardi Dirk AlvermannKulturjoker FreiburgAussichtkunst Bouroullec Kölner Klopfer Baum der Geschichten Verkehrte WaldTED Marco Tempest & Pop-Ups Peter DahmenNagel & Platz Lento furiosoRenaissance-BaustelleBilder gegen die Dunkelheit DIE GROSSERundgangFarbe des Wassers Glasgow Styles/Magnify Malta Kulturjahr 2012

30. Dezember 2012
Andreas Gursky
Große Fotos und wenig Text im Museum Stiftung Kunstpalast

Man darf seinen Augen nicht trauen! Der hoch gehandelte, der als einer der wichtigsten zeitgenössischen Fotografen gehört sampelt und bearbeitet seine Bilder, oft sind es extreme Großformate, viele beeinhalten mehrere Perspektiven (wie das Tour de France-Bild oder die Wüstenrennstrecke), einmontierte Bildelemente (wie bei der Bangkok-Serie). Was ich als Besucher ärgerlich fand, war die mangelnde Bildinformation an den Werken. Man konnte ein kleines zweisprachiges Begleitheftchen mitnehmen, dieses trug allerdings kaum Informationen! Nach wie vor finde ich Informationen auch zu geziegten Orten oder Informationen zu Material und Technik bei Bildern wichtig, insbesondere bei Institutionen, die nach wie vor im Kontext des Sammelns, Bewahrens und auch Zeigens stehen!
Da der Katalog bereits seit langem ausverkauft war, nehme ich an, daß das Museum seine stark besuchte Ausstellung nur durch geführte und Audio-Führungen bestreiten will oder (was ich nicht hoffe) wenig Wert darauf legt, seine Besuchern zu gezeigten Bildwerken wenig an Information zu geben. Aus Besuchersicht finde ich das als gewöhnungsbedürftigen Ansatz... Aufgrund des Besucherandrangs und des anstehenden Düsseldorfer Photoweekends zum Februarbeginn wurde die Schau zum 3.2.2013 verlängert.

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15. Dezember 2012
100 Jahre Designerin Ray Eames
Chapeau vor einer der ganz Großen...

Vor rund 100 Jahren am 15. Dezember wurde die US-amerikanische Designerin Ray Eames als Bernice Alexandra Kaiser in Sacramento geboren. Sie studierte Malerei in Millbrook, New York. Zusammen mit ihrem Mann Charles stellten die Beiden ein kongeniales Kreativpaar dar. Die bekanntesten Entwürfe von Ray sind der »Lounge Chair« und »La Chaise«. Die Stühle sind dauerhaft im Design Museum in London zu sehen. Als ich das Haus besucht habe, war ich allerdings wegen der vielen tollen Exponate und eines N.Y.-Reisejetlags leicht überfordert ;-). Mehr Zeit zum Gucken (ausprobieren war ja nicht gestattet ;-) nahm ich mir 2003 in der tollen Retrospektive »The world of Charles and Ray Eames« auf Zollverein. Die Schau war vom Vitra Museum kuratiert und zuvor international gezeigt worden. Dort im Vitra Museum in Weil am Rhein gibt es die bekannten Stühle auch. Und anlässlich des Jubiläums wurde jetzt eine Straße nach ihr umbenannt. Denn die Geschichte des Designerpaars ist nicht nur mit Hermann Miller, Architekturen, Filmen und IBM, sondern auch eng mit Vitra verknüpft.

Die beiden haben in viele kreativen Bereichen gearbeitet: Möbeldesign, Architektur, Fotografie, Film, Grafik bis hin zur Gestaltung von Ausstellungen (IBM-Pavillon). Immer befassten sie sich mit Fragestellungen über die Produzierbarkeit von hochwertigen und bezahlbaren Möbeln, Umgang mit Ästhetik im Alltag und wie man Laien Prinzipien der Naturwissenschaften verständlich machen kann. Noch heute existiert das Eames Office.

Klasse finde ich den Film »Powers of Ten«, den es nun auch schon seit 35 Jahren gibt. Ich habe eine »analoge Kopie« davon, ein Flipbook :-) Wer mehr darüber wissen möchte, dem empfehle ich die Seite zum Film: http://powersof10.com

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5. Dezember 2012
Big Picture III – Szenen / Figuren
Bewegte Bilder und Räume in der Kunstsammlung Nordrhein Westfalen

Zwölf Räume im Keller des Ständehauses, meine »Favoriten« dieser Ausstellung: Tony Ourslers Videoprojektion »Untitled« auf 25 weißen rundlichen Fiberglaskörpern, auf die der 1999 realisierte Film mit dem duplizierten Gesicht einer Schauspielerin projiziert wird. Sie wispert, kichert, schreit - und wirkt so wie eine seltsame Puppe. Zuletzt erregte Ourslers Zusammenarbeit mit David Bowie Aufsehen, da er in ähnlicher Manier das Berlin-Musikvideo »Next Day« des Briten umsetzte - somit dürfte dieser ungewöhnliche Künstler einer größeren Menge an Leuten bekannt werden!
Ich habe die kleine Installation von Tony Oursler mit der kleinen wimmernden »Kartoffelgesichtfigur«, die jahrelang im alten Treppenturm im Ständehaus ihren festen Platz hatte, geliebt!!

Christoph Girardet und Matthias Müller fügten mit den »Phoenix Tapes #1-#6« und Tape »#1« bis »#6« im »Found Footage« Verfahren bestehendes Filmmaterial zusammen. In diesem Raum laufen auf mehreren Monitoren Ausschnitte aus verschiedenen Filmen Alfred Hitchcocks auf einer übergroßen Beamerwand eine extrem verlangsamte Filmszene mit Ingrid Bergmann. Amüsant fand ich die Sequenz, bei der unterschiedliche Darsteller zum Telefonhörer greifen, um mit (ihrer) »Mom« zu sprechen... :-)

K21 Ständehaus Düsseldorf bis 27.1.2013 Kunstsammlung NRW

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30. November 2012
Meisterschüler I – Die Passion des Realen
Bildhauerische Werke aus der Meisterklasse Prof. Martin Honert im KIT

Interessante Ausstellung im Tunnelraum KIT (Kunst im Tunnel) am Rheinufer mit Arbeiten aus Dresden. Der Düsseldorfer Martin Honert lehrt an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Gezeigt werden Arbeiten von Dana Berg (sie zeigt mit »Schnäbel« eine Art Tropheen-Wand aus seltsamen mit Wachsölfarbe bemalten MDF-Objekten), Saeed Foroghi (dessen »Flagschiffe / Flagships« von 2012 mit Fahnen und als Videoarbeit auf 8 Monitoren auf den zweiten Blick überrascht: Wir sehen Nachtbildaufnahmen der Rheinuferpromenade mit einer Fahne vor dem KIT, die »Falschfarben« der Nachtbildkameratechnik werden »gestört« durch den Anblick der Fahnen auf den nicht weiter bearbeiteten! Videobildern, denn allein die Fahnen haben keine Negativfarben – erst beim Verlassen des KITs versteht man draußen, wie dieser Anblick zustande kommt:-), Nora Herrmann, Daniela Hoferer, Janine Hönig, Max Kowalewski (dessen lebensgroßer »Autonomer« von 2011 sich immer wieder überraschend mit Kameratechnik ausgestattet auf allen Vieren dem Besucher entgegen bewegt!), Moritz Liebig (mit der auffallenden überlebensgroßen Figurengruppe »Die Glorreichen 4« aus Styropor/Styrodur, Gloss Coat/Epoxydharz und der abstrusen Figurenpyramide »Chinesischer Staatszirkus & Rorschach« von 2011 aus Gieß- und Bisquitkeramik), Marco Miersch, Su-Ran Sichling (interessant: die Wand mit Porzellanmustern als Rapport »geschichte wird gemacht (nach Ernst Cassirer« von 2012 aus Holz, Glas und Keramik), und Silke Wobst .

1.12.–27.1.2013 KIT Mannesmannufer Düsseldorf > www.kunst-im-tunnel.de

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19. November 2012
Cloud Atlas von Tom Tykwer und den Geschwistern Wachowski
Meisterhafter Film mit Starbesetzung und toller Musik

Die beiden Filmparteien – Tom Tykwer (»Lola rennt«, »Das Parfum«) aus Deutschland und das Geschwisterpaar Lana und Andy Wachowski (»Matrix«-Trilogie) sind laut zahlreicher Berichte und Interviews seit langem Film-Fans. Eine glücklihes Zusammentreffen und dazu die Tatsache, daß der sehr komplexe Bestseller von David Mitchell, dessen Geschichte als unverfilmbar galt, realisiert werden konnte. Über Grenzen, auch finanzieller Art hinweg. Die Geschichten von sechs Schicksalen in 500 Jahren sind miteinder verbunden – durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Die Darsteller spielen verschiedenste Rollen in der Geschichte: Tom Hanks, Halle Berry, Jim Broadbent, Hugo Weaving, Jim Sturgess, Doona Bae sowie ben Whishaw, James D'Arcy, Zhou Xun und keith David, dazu Susan Sarandon und Hugh Grant.

Der Soundtrack zum Film ist nach bekannter feiner Qualität im Zusammenspiel von Tom Tykwer, Johnny Klimek und Reinhold Heil komponiert und wurde unlängst für die »Golden Globes« nominiert. Die Musik um das »Cloud Atlas Sextet« bewegt sich zwischen Matrix-Musik und Kompositionen von Scriabin (u.a seine Piano Sonata No. 7, Op. 64), Stravinsky und Debussy. Toller Bericht zur Musik bei Slate (mein Favorit ist Travel To Edinburgh... :-)

ab Herbst im Kino www.cloudatlas-derfilm.de

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11. November 2012
Tourneeabschluß Jazzkantine im Jazzhaus Freiburg
Falleri fallera – die Jazzkantine war da

Reineke Fuchs, Grimbart, acht spielfreudige Musiker und ein begeistertes Publikum im Jazzhaus Freiburg – eine gute Kombination als gelungener Abschluß der Tournee 2012! Das Jazzhaus ist an sich schon ein toller Ort! Umso schöner auch das Konzert der »Jazzkantine«, die am Sonntag abend 11.11. mit diesem Konzert ihre 2012-Tour beendete (abgesehen vom verschobenen Bochum-Gig auf den 2.5.13 im Bhf BO-Langendreer). Dazu eine weitere Geburtstagsfeier aus dem Bandkreis, die ich erleben durfte, prima!

Die Ohrwürmer klingen noch nach: Es wurden unter anderem Volkslieder verjazzt und verrappt und dazu Vertrautes aus 18 Jahren Bandgeschichte, darunter »Boogaloo«, »TakeFive«, »Highway to hell«, »Respekt« und »Krankenhaus« - inklusive Kostümwechsel bei den Rappern Cappucchino und Tachi).

Ich kenne und schätze die Band seit Studienzeiten, die Band kommt aus Braunschweig und oft griff mein Nachbar Jan-Heye Erchinger, damaliger Jazzkantine-Keyboarder, im benachbarten »Fasanenkrug« in die Tasten. Ich staune und freue mich immer wieder über den vollen Sound, den auch die Bläser hinbekommen (ein Flügelhorn/Trompete und ein Sax, die zusammen aber mindestens wie doppelt so viel klingen). Dazu die beiden Rapper Tachi und Cappuchino, die sich die eine oder andere Wort-Battle bieten... Feine Arrangements, die hohe Professionalität und immer wieder Musikprojekte mit interessanten Mitstreitern (u.a. Till Brönner, Smudo, X. Naidoo, Sam Leigh-Brown, Nils Wogram, Max Mutzke bis zum Braunschweiger Ballett).

Dazu tolle Tontechnik und die wunderbaren Gewölberäume im Jazzhaus selbst, klasse! Angekündigt wurde, daß die Jazkantine wiederkommen will! Gerne... So kann man nur gratulieren: Dem Jazzhaus zum 25. und der Jazzkantine zum 18. Geburtstag, ebenso Musiker Heiner (;-), das passt!

Sehr schön »Die Gedanken sind frei« als Reggae aber auch das mit allen gesungene »Wenn ich ein Vöglein wär...« (als Freiburg Volkslied-Special des Abends) – mit den neuen Strophen »Walfisch«, »Laubfrosch«, »Schnecke« und der Ohrwurm: Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann > www.jazzkantine.de

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1. November 2012
Magie von Licht und Schatten
Doppelausstellung im Hetjens Keramikmuseum und Filmmuseum Düsseldorf

Zur Archäologie des Kinos werden im Filmmuseum optische Bildapparate gezeigt, die mit Hilfe von Licht ab dem 17. Jahrhundert bekannte wurden, beispielsweise als besondere »Privatattraktion« oder auch auf Jahrmärkten. Zu sehen sind Laterna-Magica-Dias, Schattenriss-Bühnen (auch zum selber Vorspielen!), Stereoskopien in Guckkästen und eine für die Besucher begehbare »Camera Obscura«. Der Effekt ist wirklich faszinierend – per Zuruf kann die außerhalb der Camera stehende Person »ins Bildfeld« gerückt werden...

Leuchtende Bildwelten aus Porzellan lösten zu der Zeit, als künstliche Lichtquellen noch als Luxusgut galten, eine besondere Faszination aus. Im Teil dieser Doppelausstellung im Hetjens Museum stehen daher die Lithophanien (wörtlich »leuchtende Steine«) aus Porzellan als transluzente Bildemdien im Fokus, die Produktionsstätten existierten bis in die 1860er Jahre und spiegeln auch die Wohn- und Lebenswelten des Bürgertums aus der Zeit wieder. Ein Katalog ist in Vorbereitung. Ausstellung bis zum 6. Januar 2013.

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11. Oktober 2012
Jubiläumsjahr Gebrüder Grimm
Jubiläumsjahr der Volks- und Hausmärchen

Illustrator und HBK-Studienkollege Frank Flöthmann plant in Zusammenarbeit mit dem Dumont Verlag ein Comicbuch, in dem die Grimmschen Märchen ohne Worte erzählt werden. Erste Bilder gibt es auf seiner Blogseite. :-)

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7. Oktober 2012
»Iphigenie auf Tauris« von Pina Bausch
Wuppertaler Tanztheater

Endlich erhielt ich Gelegenheit, Pinas Tanztheater live auf der Bühne in Wuppertal zu erleben! Das ist gar nicht so einfach... Die »Iphigenie« ist eine interessante Inszenierung mit wechselnden Chören und Gesängen auch aus den Balkonen im Theater. Ebenso interessant wie das Publikum, der »eingeschworene Fankreis« zu sein scheint. Kein Wunder, die Compagnie tourt weltweit und so kommen auf ein Jahr mal knapp 31 Tage in Wuppertal...

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3. Oktober 2012
Gillian Wearing
in der Kunstsammlung NRW am Grabbeplatz Düsseldorf

Die britische Turner-Prize Gewinnerin (1963 in Birmingahm geboren) befasst sich mit Privatem und Öffenlichem - in Foto und Film. Oft sind die Perosnen auch verkleidet, was gerade bei dieser Schau irritiert, da man es bei einigen Bildern erst auf den zweiten Blick sieht und sich zuvor gewundert hat, warum die gezeigten Personen »maskenhaft« wirken. Die Künstlerin zeigt persönliche Bekenntnisse, private Fantasien und Traumata ihrer Darsteller, deren Persönlichkeitsrechte sie mit Masken und Verkleidung schützt. Seltsam und verstörend! > K20 Grabbeplatz Düsseldorf bis 6.1.2013 Kunstsammlung NRW

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3. Oktober 2012
100 x Paul Klee – Geschichte der Bilder
Umfangreiche Ausstellung im Ständehaus Düsseldorf

Klee hat man oft gesehen, und in Düsseldorf ist das auch nicht besonders schwierig, da in der Kunstsammlung am Grabbeplatz das Klee-Kabinett ist und NRW mit 88 Werken der Grundstock für die Kunstsammlung Nordrhein Westfalen gelegt wurde. Diesmal ist Klee allerdings in der Sammlung der Arbeiten des 21. Jahrhunderts zu finden und das was die Tatsache, daß zum ersten Mal 100 Werke auf einmal zu sehen sind udn eine umfassende Werkschau zugleich darstellt. Dazu - was höchst selten vorkomemn dürfte – sind auch die Rückansichten der Werke das Besondere dieser Bilderschau. Denn diese zeigen mit ihren vielen Aufklebern und Hinweisen Reisewege der vielen Ausstellungen, bei der Klees Arbeiten bereits zu sehen waren - ähnlich einem Reisekoffer: New York, Israel, Russland – quer durch die Welt, alle wollen Klee sehen...
K21 Ständehaus Düsseldorf bis 10.2.2013 Kunstsammlung NRW

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18. September 2012
Jörg Hartmann als neuer Ermittler im neuen Dortmunder Tatort
Der Bühnen- und Fernsehschauspieler ermittelt als Peter Faber

Eine öffentliche Vorschau gab es bereits im Dortmunder Stadion. Und am kommenden Sonntag um 20h15 ist es im ARD soweit, dann startet der neue Dortmunder Tatort »Alter Ego« mit Jörg Hartmann. In Herdecke, Dortmund und in Potsdam gucken bestimmt etliche mit besonderer Aufmerksamkeit dem neuen Ermittler »Peter Faber« zu...

Ein tolles Interview von Christine Westermann mit Jörg Hartmann, das gestern abend im WDR 2 MonTalk ausgestrahlt wurde ist noch auf der WDR-Seite im Podcast abrufbar. Es geht um seine Theater und Fernsehenrollen, um die Anfänge, Kindheit und Jugend in Herdecke, aber auch um Städtebau (seine Vorstellung einer modern lokalen Architektur) bis zu Dönekes um Rudolf Steiner und Batman (eine Nebenepisode des für mich aus Herdecker Tagen besten »Joker« aller Zeiten ;-).

Wie klasse, daß ihn seine Familie von Anfang an als Schauspieler bestärkte und die inzwischen 91 jährige Altindendantin Anne Plümer das kleine Theater am Stiftsplatz aufbaute und dadurch guten Raum für eine Bühnen- und Fernsehkarriere ermöglichte! Gespannt sein kann man auch auf die Spielorte in und rund um Dortmund, beispielsweise am Phönixsee, im »U« und wilden Verfolgungsjagden in Kreuzviertel, Westenhellwegund und am Ostwall?
Bericht im ARD Morgenmagazin von und mit Jörg Hartmann im Studio.

Nachtrag 24.9.: Aktuell ist der Tatort noch in der ARD Mediathek zu sehen (für die Dauer einer Woche, von 20-6h). Die nächste Folge »Mein Revier« der neuen Dortmunder Reihe wird am 11. November ausgestrahlt. Für alle, die »nicht den Sittich machen wollen«, sich für Ausflugsziele in und um Dortmund interessieren und/oder wieder entdecken wollen, hier einige Drehorte der Dortmunder Tatortfolge »Alter Ego«:

Zeche Zollern II/IV – »Kathedrale der Arbeit« im reinsten Jugendstil,
U Dortmund – ehemalige Union-Brauerei, Kreativ und Ausstellungszentrum
Halde Deusenberg – ehemalige Mülldeponie - jetzt Montanbike-Paradies
»Collani-Ei« – LÜNTEC-Tower (Zeche Minister Achenbach Schacht 4)
Phönixsee in Dortmund Hörde (Neubauten und alter Baubestand)

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18. September 2012
1. Kulturkonferenz Ruhr im Weltkulturerbe Zollverein
Land NRW und RVR: »Kulturmetropole Zukunft. Die neue Dekade gestalten.

Rund 450 Gäste tagten am 15.9. bei der 1. Kulturkonferenz Ruhr »Kulturmetropole Zukunft. Die neue Dekade gestalten.« im Weltkulturerbe Zollverein Essen. Gesprochen wurde in der großen Lesebandhalle über die zukünftigen Perspektiven für das Ruhrgebiet als Kulturmetropole.

Eingeladen hatten das nordrhein-westfälische Kulturministerium und der Regionalverband Ruhr (RVR). Erstmals vorgestellt wurde das Konzept »Metropole Ruhr 2020« (das Großprojekt wird gemeinsam von Städten, Wirtschaft, Wissenschaft und regionaler Kultur gestemmt). Fokus liegt auch auf dem Thema Klimawandel und so soll ab 2014 die erste Reihe »StadtKlima« starten.

Nach den Begrüßungen durch Kulturministerin Ute Schäfer und Regionaldirektorin Karola-Geiß-Netthövel fand der erste Impuls statt, denn den Konferenzauftakt machte Pius Knüsel, Direktor der Kulturstiftung Pro Helvetia und Autor des Buchs »Kulturinfarkt« mit seinem Impulsvortrag. Knüsel forderte unter anderem Verbesserungen auf fünf Ebenen in Bezug auf die Zukunft der Kulturregion Ruhr: Statt Metropolgedanke das Schaffen eines Bildungsverbunds, Konzentration durch langfristigem Rückbau der Institutionen auf jene, die mit Leitfunktion arbeiten, Privatisierung eines Teils der Industriedenkmäler, Förderung von Initiativen mit Stärkung des Vereinslebens und der Mikrostrukturen und gelebte Multikulturalität.

Knüsels Impulsrede wurde gefolgt von der »Gegenrede« des Ruhrtriennale-Intendanten Heiner Goebbels. Er kritisierte die Unwucht im Subventionssystem und sprach sich für den Umbau der Stadttheaterlandschaft auch zu Gunster freier Produktionsstätten aus. Das ginge allerdings nur bei einer Wahrnehmung als Region (statt Kirchturmdenken). 370 Millionen Euro haben die finanziell klammen Kommunen und Kreise für Kultur, wovon 4,8 Millionen (von denen das Land die Hälfte trägt) stehen nur für die »Nachhaltigkeitsarchitektur« zum Unterhalt von RUHR.2010« zur Verfügung.

Es folgten nach dem Mittag drei Foren (Urbane Künste Ruhr und regionale Allianzen, Regionale Kultur und Sport als Marke sowie Kultur- und Kreativwirtschaft mit U_do Preisvergabe). Zum Nachmittag stellten die RVR-Gesellschaften Ruhr Tourismus GmbH, Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr sowie die gemeinsam mit dem Land NRW betriebenen Gesellschaften Kultur Ruhr GmbH und Europäisches Zentrum für Kreativwirtschaft (ecce) die Nachhaltigkeitsorganisation vor. Im Ausblick auf die neue Dekade sprachen unter Moderation von Prof. Oliver Scheytt RVR Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel, Staatssekretär Prof. Klaus Schäfer und WMR Geschäftsführer Thomas Westphal.

Für nächstes Jahr ist wieder eine Konferenz geplant (Twitter Hashtag #kkr13)! Ich persönlich würde mir wünschen, wenn es bei einer Konferenz (sofern so etwas gewünscht ist!) mehr offene Formate gäbe. Auch um aus Reden und Vorstellungen vor Ort konkretere Ansätze entwickeln zu können. Es gab nur wenig Raum, im eng gesteckten Konferenzprogramm, um aus dem Publikum Stimmen hörbar zu machen. Im von mir besuchten Forum »Urbane Künste« waren etwa 5 Minuten dafür Zeit. Und viele Redner nutzen ihre Zeit, um für ihre Projekte Werbung zu machen. Es gibt dafür geeignete neue Formate, die Vielfalt übersichtlich den anderen Gästen zeigen zu können (Themenexpo, große Map, clevere Visualisierung und stärere Verknüpfung der Gäste untereinander, zum Beispiel mit Barcamp, Open Space, Worldcafé oder durch die Einbeziehung digitaler Medien (deren Möglichkeiten immer wieder erwähnt wurden). Wie wäre z.B. es mit einer Twitterwall? Allein wenn ich mir vorstelle, aus wie vielen unterschiedlichen Bereichen die Gäste am Samstag stammten – was für ein Kreativpotential, das auch in dieser Zeche zutage gefördert werden kann! Ich bin gespannt auf die nächste Konferenz!
> Bilder und kurzer Nachtrag zur Veranstaltung auf der Metropole Ruhr Seite
> Audiobericht bei WDR5 Scala über die Konferenz vom 17.9.2012

Wissenswertes / weitere Impulse
PACT Zollverein wurde als Kulturmarke des Jahres 2012 nominiert, der »Day of Song 2012« zu Trendmarke des Jahres 2012. Die kommende Emscherkunst 2013 startet am 22. Juni 2013. Neu sind die Reiseblogs der Grand Tour Nouveau der Emscherkunst. Tolle Projekte zwischen Natur und gebautem Raum gibt es von Bureau Baubotanik in der Emscherkunstreihe Über Wasser gehen (Kuratorin Billie Erlenkamp).

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18. August 2012
Kunstpunkte
Offene Ateliers in Düsseldorf Ateliers

Auch dieses Jahr öffnen wieder Düsseldorfer Künstler ihre Ateliers und zeigen ihre Arbeiten. Mit dabei am Kunsthimmel unter den 500 beteiligten Künstlerinnnen und Künstlern ist auch die Deutsch-Schweizer Medienkünstlerin Myriam Thyes. Die Ateliers sind am 25. /26. August und am 1. und 2. September an 250 verschiedenen Standorten zugänglich. Über die Stadt werden Touren und ein Shuttle-Service angeboten. Die Ateliers sind geordnet nach Nord (1. WE) - und Südfirmament . Öffnungszeiten: Samstags 14 bis 20 Uhr, Sonntags 12 bis 18 Uhr. > www.kunstpunkte.de

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15. August 2012
Mark Lombardi – Kunst und Konspiration
Dokumentarfilm bei den Hafenlichtspielen Düsseldorf

Zum Abschluß der öffentlichen Filmreihe »Hafenlichtspiele« zeigt die Filmwerkstatt Düsseldorf einen Dokumentarfilm von Mareike Wegener über Mark Lombardi.
Der New Yorker Zeichner hat eine eigene Visualisierungsform entwickelt und in seinen narrativen Infografik-Zeichnungen eindrucksvoll die globalen Verstrickungen von Politik, Wirtschaft und Terrorismus in Bildform gebracht. Faszinierend ist die Komplexität und eigene Bildsprache dieser Zeichnungen und die umfassende Art und Weise seiner Archivarbeit (mit über 14.000 Karteikarten). Alle Daten sind öffentlich zugänglich, aber bisher in dieser Form noch nie visualisiert und in Zusammenhänge gebracht worden. Nach wie vor läßt der plötzliche Tod des Künstlers sehr viele Fragen offen. Im Film (OmU, 2011) kommen unter anderem Künstlerfreunde, Familie Kuratoren zu Wort, aber auch der renommierte Informationsdesignspezialist Edward Tufte. Hingewiesen wird aber auch auf die Brisanz der dargestellten Daten. Bei der Ausstellung »The Oil Show« des HMKV im »U«Dortmund war im übrigen auch ein Lombardi zu sehen!
Vorfilm »Die Schaukel des Sargmachers«, Gewinner des Studenten-Oscars 2012. Der Eintritt ist frei. 22 Uhr, Open-Air Uecker Platz Medienzentrum filmwerkstatt düsseldorf

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3. August 2012
Dirk Alvermann
Ausstellung »Fotoreportagen 1956-65« im Stadtmuseum Düsseldorf

Aktuell zeigt das Stadtmuseum Arbeiten des Fotografen, Filmemachers und Schriftstellers Dirk Alvermann. Der gebürtige Düsseldorfer (Jahrgang 1937) begann 1956 mit Fotografie und arbeitete überwiegend als Reportagefotograf. Ab den 1950er veröffentlichte er politische Fotoreportagen und BIldbände (beispielsweise »Keine Experimente zum Grundgesetz« 1961). Unterwegs war er an den politisch brisanten Orten in der Welt und berichtete aus Spanien, Algerien, Albanien, Westdeutschland, Italien und England. Auffallend: Er wählte für seine Fotos oft sehr ungeöhnliche Aussschnitte und überraschende Blickwinkel, allein dies macht die Fotoausstellung sehenswert.1959 übersiedelte er aus Überzeugung nach Ostberlin und lebt seit 1982 in Mecklenburg. Mit seinem Buch »Ich liebe Dich« beendete Alvermann seine Tätigkeit als Fotograf und arbeitete seitdem als Dokumentarfilmer und Schriftsteller. Die Ausstellung wird kuratiert von Dr. Christoph Danelzik-Brüggemann (Leiter der Sammlungen 19. Jhd. / Fotografischen Sammlung.
Von 4.8 bis 30.12.2012 > Stadtmuseum Alvermann Fotoreportagen

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1. August 2012
Was bleibt von Ruhr 2010 – Bericht im Kulturjoker Freiburg
Aus der Reihe »Vision 2020« zur badischen Kulturhauptstadtbewerbung

Freiburg im Breisgau schickt sich an, als Kulturhaupstadt für das Jahr 2020 zu bewerben. Gegründet hat sich dazu u.a. die Bürgerinitiative Pro Kulturhauptstadt Freiburg, die zahlreiche Veranstaltungen und Planungen zur Bewerbung initiiert, beispielsweise eine Diskussionsrunde des Schweizer Schriftstellers und Essayisten Adolf Muschg mit dem Schriftsteller Jürgen Lodemann. Meine Beobachtungen zum Kulturhaupstadtjahr 2010 und was bleibt sind in der Augustausgabe 2012 des Kulturjoker erschienen (Verbreitung Südbaden und Basel) > Was bleibt von RUHR 2010?« – Kulturjoker (PDF)

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8. Juli 2012
Aussichtkunst auf dem Schloßberg Freiburg
Skulpturen und Objekte in den historischen Festungsanlagen von Vauban

Überraschende Aus-, Ein- und Umblicke bietet bis November der Freiburger Schloßberg mit seiner Skulpturenausstellung. Das grenzübergreifende Projekt zeigt Arbeiten von Künstlern aus Deutschland und der Schweiz. Feingliedrig filigran sind Himmelsturbine, Wirbelanemone und Himmelstrichter von Rüdiger Krenkel, die teilweise hoch in der Luft zwischen den Bäumen verspannt sind. Die Installation »Bacchus Delight« aus dem Studentenprojekt »per spectrum« (kuratiert von Pascal Häusermann) nutzt den Ort (die Weinbergseite) mit rotem Teppich, Trinkbar und Livemusik. Manches lebt auch von tierischen Helfern, so die »Belebte Skulptur« von Jeanette Zippel, die Wildbienen beherbergt. Etwas schade ist, daß bereits kurz nach der Eröffnung an Arbeiten randaliert wurde, so beispielsweise an der Installation »Fort Plattre« von Thaddäus Hüppi, bestehend aus Kopfskulpturen und MP3-Playern. Alles in allem interessant, diese Entdeckungen, die man bei einem Spaziergang auf dem Berg gerade machen kann! Bis 4. November 2012 > www.aussichtunst.de

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Erwan Bouroullec KölnerKlopfer 2012

21. Juni 2012
Kölner Klopfer an Ronan und Erwan Bouroullec
Designerduo erhält den begehrter Designpreis der KISD-Studenten

Die Studierenden der Köln International School of Design (KISD) zeichnet jährlich eine Person oder Gruppe aus, die sich in besonderem Maße um das Design verdient gemacht hat. Das hat mehrere Effekte: Sie befassen sich intensiv mit »Role Models« der Designzene und in der Regel werden die Verleiher auch mit einem Besuch der Vorbilder beehrt. So war es auch in diesem Jahr, Designer Erwan Bouroullec kam, um den ihm und seinem Bruder Ronan zugedachten Kölner Klopfer entgegen zu nehmen. Der erfolgreiche Franzose wirkte fast schüchtern und sehr sympathisch, und ich konnte sogar ein kurzes Gespäch mit ihm führen. Das Brüderpaar arbeitet seit 1990 zusammen: Ihr Repertoire umfasst kleine Alltagsgegenstände (z.B. den Wandvorhang »Algue« oder den Gartenstuhl »Vegetal«), ungewöhnliche Badgestaltung (sehr erfolgreich für Hansgrohe) bis große Architekturprojekte.
Interessant fand ich die Aspekte, bei denen durch Gestaltung auch Verantwortung eines Designs deutlich wird, da dadurch in einer Massenproduktion viel Einfluss auf Konsum, Gebrauch und Umwelt passiert. Entwaffnend ehrlich und viele Sympathiepunkte gab es auch auf seine Antwort auf die Frage, was er gerne können würde (aber bisher noch nicht so richtig hat lernne können): Überzeugend Tiere zeichnen können. So passte auch das Foto, das ich während seines Vortrags machen konnte... Design ist nun mal ein Prozess - und ich bin sehr auf die nächsten Gestaltungswege der Brüder gespannt. Merci et Bonne Route! www.bouroullec.com

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Baum der Geschichten

24. Juni 2012
Verkehrte Wald: »Baum der Geschichten« von Naemi Reymann
Beteiligung bei Kunst- und Kulturaktion im Rechener Park in Bochum

Der Samstag war zauberhaft, es gab viele Besucher, neue Geschichten, Spontan-Lesungen am Baum und abends Glühwürmchen, die als »Bio-Leselicht« nicht reichten :-). Der Sonntag war leider sehr regnerisch, was aber die Gäste nicht davon abhielt, den Park weiter zu erkunden und einer der Autoren, Dr. Dietmar Bleidick (Historisches Eherenfeld) kam am Baum vorbei! Zwei schöne Blogberichte stehen in Gunwalds Blog – Tag eins und zwei.
Dickes Danke an die Initiatoren, die Stadtverwalter www.stadtverwalter.org

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verkehrtewald_naemireymann

Suchen Sie diese Buche auf! – Am 23./24. Juni 2012...

12. Juni 2012
Verkehrte Wald Interaktionen im Rechener Park
Beteiligung bei Kunst- und Kulturaktion im Rechener Park in Bochum

Sagen, Geschichten und Dönekes rund um Bochum und das Ruhrgebiet sowie die spannende Geschichte des Südparks selber sind Thema meiner Arbeit im Rechener Park. Natürlich an einer alten Buche, denn diese spielen für Bochum eine wichtige Rolle. Initiiert und kuratiert wird »Verkehrte Wald« von den Stadtverwaltern (»Wohntunnelwelt« und »Strickgorillas« Graf-Engelbert) als Beitrag kulturellen Energie urbaner Un-Orte am »Tag der Architektur«.

Der Rechener Park (auch Südpark genannt) ist ein verwunschener Ort mit seinen aus Naturstein gemauerten Bauwerkresten und dem wohl ältesten Baumbestand der Stadt im Herzen des Ehrenfelds. Die traditionsreiche Parkanlage ist obwohl zentral gelegen und gut erreichbar ein Ort, der darauf wartet wieder entdeckt zu werden. Denn das ehemals beliebte Ausflugsziel und Ansichtskartenmotiv ist etwas in den Dornröschenschlaf gefallen. Dies soll und wird sich ändern, denn dieser wunderschön reizvolle »Un-Ort« wird am Tag der Architektur durch diese Kunst- und Kulturaktion umgewidmet. Mehr als 33 Akteure (vom bildenden Künstler über Schauspieler und Musiker bis hin zum Konzeptkünstler) spielen künstlerisch mit dem Park, seiner Funktion, Form und Ästhetik und setzen auch gegenwarts- und sozialkritische Ideen um.

Sa/So 23.-24.6.2012 (Sa Vernissage 14 Uhr), Sonntag 10-16 Uhr)
Verkehrte Wald (Programm und Akteure) www.stadtverwalter.org
Artikel im Lokalkompass über die »Verkehrte Wald«-Aktion

Anfahrtsinfos

Rechener Park (Südpark), Königsallee – auf Höhe der Graf Engelbert Schule
Bochum. Bus/Bahn Station Rechener Park (CE 31, Bus 353 Ri Bo Sundern), oder ab Straßenbahnhaltestelle »Bochum Schauspielhaus« Königsallee auf rechter Seite hochgehen bis zum Park, Fußweg ca. 15 Minuten. Parkplätze im Wohnviertel um den Park sind vorhanden. Link zu Stadtplandienst.

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21. Juni 2012
Marco Tempest »Nikola Tesla« mit Papier-Pop-Up Buch bei TED
Analoges und digitales Teamwork – interdiziplinär und international

Glückwunsch an meinen AGD-Kollegen Peter Dahmen für das Papier-Pop-Up Buch beim TED Talk des Technoillusionisten Marco Tempest! Peter ist nicht nur Youtube-Klickmillionär (mit 5 Mio Klicks), sondern auch auf dem Weg, die USA mit seiner kunstvollen Papierarbeit zu erobern :-)

Jetzt wurde die bearbeitete Aufzeichnung der exklusiven Show, die der internationale Magier Marco Tempest bei TED präsentierte online gestellt: »The electric rise and fall of Nikola Tesla«. Der Schweizer Magier präsentierte die Geschichte des Erfinders in Longbeach Kalifornien Anfang März 2012. Das Pop-up Design der Bücher, auf denen die Show »Nikola Tesla in Sound and Light« des Schweizer Medien-Magiers basiert, stammt von Peter!

Im Making of »Nikola Tesla in Sound and Light« gibt es einen Blick hinter die Kulissen und ein weiterer Film dieser Show hier von und mit Marco Tempest.

Faszinierend, wie die analoge mit der digitalen Gestalterwelt zusammenspielt - und für alle Beteiligten neu in diesem Projekt! Peter hatte uns Mitte März beim Dortmunder Langen Donnerstag (LADO), dem Regionaltreffen der AGD- Gestalter bereits erste Einblicke geben dürfen :-) und so begann das Warten auf die Veröffentlichung bei TED und die Vorfreude aufs Wiedersehen der Show wuchs!

Ach ja, wem TED nichts sagen sollte: Ein Besuch dieser beliebten Talks ist nicht nur sehr teuer, sondern die Veranstalter wählen sich ihre Zuschauer aus, die müssen sich für diesen Besuch bei TED geradezu dafür bewerben, also sehr exklusiv!

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12. Juni 2012
Lento furioso – Peter Nagel & Christoph Platz
Ausstellung im [kunstraumno.10]

Der Düsseldorfer Künstler ist für seine besonders spektakulären Ausstellungen bekannt, zusammen mit den Arbeiten seines Kollegen Peter Nagel dürfte dies eine der aufwändigsten Ausstellungen werden, die in der kleinen Mönchengladbacher Galerie gezeigt wurde... Die beiden stellen das »Bildungsbürgerliche« an den Pranger – in all seiner Kleinkariertheit. In ihren Installation koppeln sie scheinbar Museales mit dem Trivialen, dabei unterscheiden und ergänzen sich die beiden Künstler. Peter Nagel arbeitet für seine Plastiken mit unterschiedlichsten Materialien wie Keramik, Wachs und Bronze, Christoph Platz dagegen arbeiten als Skulpteur und schnitzt seine Arbeiten überwiegend aus Holz. Das kann schon mal ein überdimensional, treppenhausgroßes Herrenhemd sein (so gesehen vor einigen Jahren bei einer von Christoph Kivelitz kuratierten Ausstellung im Kunstverein Bochumer Kulturrat)... Ich bin gespannt, was die beiden mit Kunstraumno.10 machen!

Einführung in die Ausstellung Christoph Platz & Patrick Hagen (Klarinette).

17.06. bis 1.07.2012 (Fr 17-19, Sa und So 15 - 17 Uhr). [kunstraumno.10] In der Zeit vom 2. Juli bis Ende Juli 2012 ist die Ausstellung auf Anfrage zu besichtigen. Andreas Beumers M.A. und Dr. Judith Dahmen-Beumers, Matthiasstrasse 10, 41063 Mönchengladbach > www.raum-fuer-kunst.de

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25. Mai 2012
Leben und Arbeiten in der  Renaissance
Erweiterung der Dauerausstellung auf Schloß Horst in Gelsenkirchen

Im Kulturhauptstadtjahr 2010 wurde bereits »Die Schlossbaustelle um 1565« als erster Themenkomplex des Museums Schloss Horst eröffnet. Der in sich geschlossener Rundgang zeigt anschaulich die vielen Gewerke und Liefernetzwerke einer Renaissance-Großbaustelle: Schmied, Schmied, Steinmetz, Zimmermann, Schieferdecker, Maurer und Verputzer, Ziegelherstellung, Auszahlung des Lohns bis zu Arbeitsgeräten die zu Messung und als Rechenhilfen dienen. Das Besondere ist, daß viele der ausgestellten Exponate ausprobiert werden dürfen und daß die Ausstellung nahezu barrierefrei zugänglich ist.

Besonderes Exponat des Museums des »Baumeisterhauses« ist das ist das große Modell der Schlossbaustelle um das Jahr 1565 (Zeitrahmen etwa zur Mitte der Schlossbauzeit) im Maßstab 1:40, das auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert. Finanziert wurde es durch den Förderverein Schloß Horst e.V. und die NRW-Stiftung. Gezeigt wird der Schlossbau an sich, Lieferung von Baumaterialien und die verschiedenen Aussenarbeitsbereiche einer solchen Baustelle, das Modell selbst liegt über einer fotografischen Wiedergabe der heutigen Situation, so wird ein Zeitvergleich früher – heute anschaulich.
Im Brunnenbecken neben dem Modell spielt sogar ein Film, der in der Miniatur-Modellwelt der benachbarten Baustelle gedreht wurde. Das Besondere ist, daß die dort erzählten Geschichten um den Schloßherrn Bauherrn des Schlosses, Rutger von der Horst, seinen Baumeister Arndt Johannsen und alle Beteiligten nicht einfach erfunden wurden, sondern ebenso wie das Modell auf den wahren Ereignissen an dieser Schlossbaustelle basieren.

Die Ausstellung kann mit Hilfe von Audioguides, die an der Kasse entliehen werden können, besucht werden. Sehr lebendig wird der Besuch durch die Führungen mit einem der »Zeitmeister«. Am Eröffnungsnachmittag der Erweiterung kamen Ausstellungsbeteiligte (Gestaltung verb Agentur für Kommunikationsdesign, Modelbauten KalleKrause) und Freunde als Besucher in den Genuß einer solchen Führung. Die hat wirklich sehr großen Spaß und Lust auf mehr gemacht. Zudem gab es aus dem besonderen Anlaß dieser Vernissage auch mehr Hintergrundwissen zu den Szenografischen Aspekten der Ausstellung, die Pläne für weitere Ausbaustufen, Finanzierungen und eine Kaffeetafel. Ich ahne, in dem Gemäuer und um die Menschen stecken dort noch sehr viele spannende Geschichten!

»Leben und Arbeiten in der  Renaissance« Dauerausstellung Schloss Horst Gelsenkirchen > Museum Stadt Gelsenkirchen

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27. April 2012
Bilder gegen die Dunkelheit
KIT und imai zeigen Videokunst aus Düsseldorf

Das imai (inter media art institute) öffnet erstmals seine nicht frei öffentlich zugänglichen Archive und zeigt erstmals in dieser Ausstellung ausgewählte Videokunst-Arbeiten im KIT. Daher rührt im übrigen auch der Titel dieser von Renate Buschmann betreuten Ausstellung. Sie ist die vierte auf zeitbasierte Medien und Film spezialisierte Kuratorin, die mit dem KIT kooperiert, zuvor gab es Ausstellungen von Julia Stoschek (Video Koop, 2008), Mischa Kuball (Along the Rhine, 2009) und Silke Schmickl (Human Frames, 2011). Gezeigt werden Arbeiten von Julián Álvarez, George Barber, Dara Birnbaum, Claus Blume, Klaus vom Bruch, Robert Cahen, Peter Callas, Douglas Davis, Sachli Golkar, Bettina Gruber, Nate Harrison, Freya Hattenberger, Oliver Held, Gary Hill, Patricia Hoeppe, Nan Hoover, Hörner/Antlfinger, Gudrun Kemsa, Sunjha Kim, Kevin Pawel Matweew, Franziska Megert, Norbert Meissner, Chris Newman, Michalis Nicolaides (der den Besuchern einen überraschenden Fensterblick in den benachbarten Autotunnel eröffnet), Marcel Odenbach, Raskin, Ulrike Rosenbach, Lydia Schouten, Bill Seaman, Peter Simon Steina, Myriam Thyes (mit Carribean Carnivals), Woody Vasulka, Maria Vedder, Jan Verbeek (der mit seiner Installation diesen Tunnel bereits viele Jahre vor der KIT-Eröffnung bespielte). Begleitend zur Ausstellung findet eine Filmreihe statt.

27.4.–24.6. KIT Mannesmannufer Düsseldorf > www.kunst-im-tunnel.de

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25. Februar 2012
DIE GROSSE
Kunstausstellung NRW Düsseldorf 2012 im Kulturzentrum Ehrenhof

Wie jedes Jahr im Museum Kunstpalast initiiert durch den Verein zur Veranstaltung von Kunstausstellungen e.V.: Specials sind in diesem Jahr unter anderem Film- und Videokunst aus dem Filmlaboratorium Düsseldorf und die Klasse Richard Deacon (Kunstakademie Düsseldorf), der Kunstpreis der Künstler geht an den Fotografen Walter Vogel (»Pina mit Lochhut« u.a.) und der Förderpreis an die Künstlerin Nina Brauhauser. Zu sehen gibt es viel, unter anderem von Myriam Thyes (Global Vulva), Mischa Kuball (Licht Luft), Konrad Klapheck, Michael Rohde, Heike Demleitner (Waschung). Überraschend tierisch sind das »Gürteltier« von Konstantin Lange, »Gerhard Richter (mit Hund)« von Benjamin Katz und Ivo Webers »Haro blieb«, bei dem ein Vierbeiner in einer Duschtasse sitzt...
26.2. – 18.3. Museum Kunstpalast > www.diegrosse.de

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10. Februar 2012
Rundgang Kunstakademie Düsseldorf
Studenten der Kunstakademie präsentieren ihre Arbeiten

Einige schöne Entdeckungen gab es dieses Jahr wieder beim Rundgang an der Kunstakademie Düsseldorf: Beispielsweise die Natur-Fotopanoramen von Barbara Schmidt, der übergroßen Fenster-Scherenschnitt (für mich Erinnerung an Lotte Reiniger) in der Klasse McKenzie, schräg zum Entdecken die Klasse Tal und von feiner Qualität auch in der Ausfertigung die Arbeiten der Klasse Katharina Fritsch.

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22. Januar 2012
Franz-Josef Weidenhaupt – Die Farbe des Wassers
Ausstellung im [kunstraumno.10]

Franz-Josef Weidenhaupts Arbeiten bestehen aus geschnittenen Linien, die er aus zuvor farbig bemalten und tragenden Material (Papier, Leinwand, Metall oder auch Kombinationen dieser Materialien) bildet. Mittels längerer Nägel oder geschweißten Eisengestelle werden die Arbeiten mit Abstand auf der Wand befestigt, wodurch interessante Schattenspiele an der dahinter liegenden Wandfläche entstehen. Je nach Lichtsituation wiederum sind es unterschiedliche Farbspiele. Spannend!

Bis zum 5.02.2012 (Fr 17 - 19, Sa und So 15 - 17 Uhr). [kunstraumno.10] Andreas Beumers M.A. und Dr. Judith Dahmen-Beumers, Matthiasstrasse 10, 41063 Mönchengladbach > www.raum-fuer-kunst.de

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21. Januar 2012
Myriam Thyes – Glasgow Styles / Magnify Malta
Ausstellung im Kunstverein Duisburg und Troisdorf

Die in Düsseldorf lebende Schweizer Medienkünstlerin Myriam Thyes befasst sich in ihren Videoinstallationen, Animationen und Fotografien intensiv mit gesellschaftlichen und kulturellen Symbolen, ihre Bedeutungen und deren Wandlungen. Während Stipendien und Arbeitsaufenthalten in Glasgow und Malta fotografierte Thyes die dortigen Stadtlandschaften. Die beiden auf den ersten Blick gegensätzlichen Hafenstädte weisen erstaunlich viel Gemeinsamkeiten auf: Glasgow hat seine frühere Blütezeit als Industrie- und Handelsstadt hinter sich und befindet sich mitten im Strukturwandel und drängt Gesellschaftsschichten an den Rand, die ihr nicht folgen können.

Das katholisch geprägte und befestigte Insel Malta zeigt deutliche Souren ihrer kriegerischen Vergangenheit und befindet sich nun zwischen zwei Menschenströmen, die Malta aufsuchen: Touristen (überwiegend aus dem übrigen Europa) und afrikanische Flüchtlinge (auf ihrem Weg nach Europa). Myriam Thyes komponiert ihre Beobachtung durch ihre Fotomontagetechniken in neue interessante Zusammenhänge, an dem sie den Besucher teilhaben lässt. Der dritte Spannungsbogen entsteht aus meiner Sicht auch durch die Tatsache, daß sie Ausstellung in Duisburg zeigt, die sich als Hafenstadt ebenfalls in einem Strukturwandel befindet.

Zur Ausstellung erscheint im Kehrer Verlag das gleichnamige Buch. Am 11. Februar findet um 17 Uhr ein Werkgespräch mit der Künstlerin statt.

Glasgow Styles / Magnify Malta – bis 4. März
Kunstverein Duisburg e.V., Im Künstlerhaus,
Weidenweg 10, 47059 Duisburg > www.kunstverein-duisburg.de

In Troisdorf (bei Köln) – ab 10. März
10.3. – 28.4.2012 (Vernisssage: 9.3. 19 bis 22 Uhr)
muehlhausetc. - Galerie für Fotografie, Hippolytusstr. 30, 53840 Troisdorf

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1. Januar 2012
Jahresvorschau
Ausstellungen und Ereignisse im neuen Kulturjahr

Aktuelle Kulturhauptstädte Europas 2012 sind Guimarães in Portugal (dessen Altstadt zum Welterbe der Unesco gehört) und Maribor in Slowenien. In diesem Jahr wird auch an den 500 Geburtstags des Mathematikers, Geographen, Philosophen, Theologen und Kartograenf Gerhard Mercator gedacht. Als besondere Ausstellungen in diesem Jahr beispielsweise: Gerhard Richter, der in diesem Jahr 80 Jahre alt wird in »Panorama« in der Neuen Nationalgalerie Berlin 12.2. – 13.5.2012.
Ai Wei Wei und andere gibt es bei »Art and Press« im Martin Gropius Bau Berlin 23. 3. – 24.6.2012., Raffael »Die Sixtinische Madonna« in der Gemäldegalerie Alte Meister Dresden 26.5. – 26.8. 2012. Anselm Kiefer »Am Anfang« in der Bundeskunsthalle Bonn 15.6. – 16.9.2012 und Frank Stella »Die Retrospektive« im Kunstmuseum Wolfsburg 01.9.2012 – 20.1.2013.
Im letzten Jahresquartal setzt die Bundeskunsthalle ihre Reihe »Die großen Sammlungen« fort, gezeigt werden 200 ausgewählte Objekte aus dem British Museum – von afrikanischen Steinzeitwerkzeugen bis zu Renaissance-Meistern in der Bundeskunsthalle Bonn 9.11. – 1.4.2013

Jubiläen Gestalter 2012
Arne Jacobsen (11.2.1902 – 24.3.1971), Otl Aicher (13.5.1922 Ulm – 1.9.1991 Rotis), Dieter Rams (20.5.1932 Wiesbaden), Marcel Breuer (21.5.1902 Pécs – 1.7.1981 N.Y.), und Ray Eames, geb. Kaiser (15.12.1912 Sacramento – 21.8.1988 L.A.).

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2017 /16  /15  /14  /13  /12  /11  /10  /09  /08